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[raimund bahr seit 29.6.2001 | geborener raimund kremlicka 21.3.1962-29.6.2001]

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Kaltes Land. Lyrik der Gegenwart Band 6.


Kaltes Land

In die Kälte
bin ich verzogen
weil mich das Leben
dorthin verschlug.

Das Land liegt da
zerschlissen von Durchreisenden.
Seine Bewohner
bleiben unbelehrbar.

Noch hoffe ich
auf wärmere Tage
auf ein Land ohne

Gnade.


Abschied

Die Nächte sind weiß
in unserem Land
wenn der Winter einzieht.

Die Tage sind kalt
in unserer Stadt
wenn sich die Sonne zeigt.

Die Zeit wird lang
in unseren Zimmern
wenn die Sprache schweigt.


Anmerkung
(für Armin)

Was begehrt der Tod?
(Alles.)
Was bewegt den Tod?
(Etwas.)
Was ist der Tod?
(Nichts.)

Alles. Etwas. Nichts.


Ende

Alles fügt sich gut
im Leben
mit dem Tod

am Schluß


Ich begehre die Stille

... weil im Weltenlärm
Lebenszeit versickert ...

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